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02.07.2019

Förderlinien Digitalisierungsoffensive: Data Literacy Education.nrw

Datenkompetenz für Studiernde aller Fächer an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen

Stichtag:
 20.09.2019

Digitale Fähigkeiten, statistische Kompetenzen und der Umgang mit der digitalen Analyse großer Datenmengen sowie kritischer Beurteilung der Ergebnisse stellen disziplinübergreifend eine neue Querschnittskompetenz dar, die jedoch in allen Fachbereichen ihre spezifischen Ausprägungen hat. Daher müssen Hochschulen neben der fachlichen Ausbildung zukünftig auch systematisch den Erwerb von Data literacy-Kompetenzen curricular verankern und vermitteln.


Data literacy ist eine grundlegende Kompetenz, um in der digitalen Welt in Wissenschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft bestehen und teilhaben zu können. Die Hochschulen adressieren den Erwerb von Data literacy und fachspezifisichen Datenkompetenzen bisher noch nicht in der Breite. Während bereits eine Reihe spezialisierter Data-Science-Studienangebote im Umfeld der klassischen Fächer Informatik, Mathematik und Statistik entstanden sind und entsehen, fehlt es noch an Konzepten und Angeboten für den umfassenden Erwerb von Data literacy Kompetenzen von Studierenden aller Fächer.


Mit dem Förderprogramm „Data Literacy Education.nrw" möchte das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und die Digitale Hochschule Nordrhein-Westfalens im Rahmen der landesweiten Digitalisierungsoffensive einen Beitrag dazu leisten, den Erwerb von Data literacy für Studierende aller Fächer an den staatlichen Kunsthochschulen sowie den Universitäten und Fachhochschulen in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Wesftfalens zu etablieren.


Die Implementierung von Data Literacy in die Curricula und ihre Vermittlung erfordert die Kollaboration der Lehrenden untereinander und eine fach- wie hochschulübergreifende Zusammenarbeit. Daher sind hochschulübergreifende Kooperationen – auch in Teilaspekten des Vorhabens (zum Beispiel ein grundlegendes modulares E-Learning-Kursangebot) – besonders erwünscht. Dabei ist es erstrebenswert, dass die Hochschulen zeigen, wie das E-Learning Angebot in die Lehre integriert werden soll (blended learning Konzept). Die Lehr- und Lernformate müssen der Kompetenz entsprechend gestaltet sein. Sie müssen digitale Methoden, Werkzeuge und Ressourcen einsetzen sowie projektbasiertes, praktisches Lernen an echten Datenbeständen vorsehen.


Alle staatlichen Kunsthochschulen sowie die Universitäten und Fachhochschulen in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sind eingeladen, sich mit ihren Lehr- und Lernkonzepten zu bewerben. Es werden bis zu zwölf Hochschulen mit einem Gesamtfördervolumen von bis zu drei Millionen Euro gefördert. Das Fördervolumen je Hochschule staffelt sich nach Hochschulgröße: von 100.000 bis zu 300.000 Euro je Hochschule für die gesamte Laufzeit von drei Jahren. Das Förderprogramm ist auf eine Dauer von drei Jahren angelegt. Die Förderung kann ab 1. Januar 2020 beginnen.  


Die eingereichten Anträge werden in einem einstufigen Verfahren durch eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft bewertet und ausgewählt. Bei der Auswahl der Hochschulen wird besonders auch Wert auf eine Vielfalt an Hochschultypen und strategischen Herausforderungen gelegt.