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24.04.2019

Projektaufruf "Unternehmen Revier 2020"

Industrie-, Technologie- und Wissenschaftsregion rund um das Rheinische Revier zukunftsfähig weiterentwickeln

Stichtag:
 03.06.2019

Mit dem Haushaltsplan 2016 hat der Bund beschlossen, Mittel aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) in Höhe von jährlich acht Millionen Euro zur Bewältigung des Strukturwandels in den vier deutschen Braunkohleregionen (Lausitzer Revier, Rheinisches Revier, Mitteldeutsches Revier und Helmstedter Revier) bereitzustellen. Etwa 25 Prozent davon, also rund zwei Millionen Euro pro Jahr fließen in das Rheinische Revier.

Für die Zukunftsagentur Rheinisches Revier besteht über das Bundesprogramm „Unternehmen Revier“ die Chance, das im Jahr 2015 angestoßene Programm weiter zu operationalisieren und mit neuen Impulsen zu versehen. Ziel des Programms ist es, neue innovative und modellhafte Projekte zu fördern und dadurch frühzeitig den Strukturwandel im Rheinischen Revier zu gestalten. Dabei sind Projekte zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des gemeinsamen Wirtschaftsstandortes genauso förderfähig wie Maßnahmen des Cluster und Innovationsmanagements, des Kompetenz- und Kapazitätsaufbaus oder der Qualifizierung und Sicherung von Fachkräften.

Grundsätzlich sollen die Projekte einen unmittelbaren oder mittelbaren Bezug zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum wirtschaftlichen Strukturwandel aufweisen. Insbesondere müssen ausgewählte Projektansätze modellhaften Charakter haben und müssen nicht nur für das Rheinische Revier, sondern auch bundesweit von strukturpolitischer Bedeutung sein.

Die Mindestkriterien sind neben vollständigen Projektunterlagen und Bezug zu den Zielen der Förderrichtlinie eine gesicherte Ko-Finanzierung und eine Projektlaufzeit bis maximal vier Jahre. Als relevante Qualitätskriterien gelten: Realisierbarkeit/Konkretisierungsgrad, Innovationskraft, Zukunftsthema, Modellhaftigkeit/Übertragbarkeit des Projektes, Nachhaltigkeit, Einbezug relevanter Akteure, Strukturwirksamkeit und regionale Bedeutsamkeit. Verbundstrategien und die Einbindung von KMU/KKMU sind Zusatzkriterien.

Ein für alle strategischen Zukunftsfelder (Energie, Raum, Ressourcen) unerlässliches, übergeordnetes Querschnittsthema besteht in der Herstellung neuer Verknüpfungen und Netze über den Ausbau der Digitalisierung und (technischen wie verkehrlichen) Infrastruktur. Für das Rheinische Revier fehlt vor dem Hintergrund der neuen Anforderungen und Chancen der Digitalisierung bislang eine regionale Entwicklungsstrategie. Eine gezielte Verbesserung und Weiterentwicklung der Telekommunikations-Infrastruktur bedarf einer Gesamtkoordination auf regionaler Ebene. „Real-Labore“ für die Themenbereiche Mobilität, Arbeiten, Wohnen können zu innovativen und zukunftsfähigen Projektentwicklungsstrategien für das Rheinische Revier führen. Als mögliche Leitprojekte werden ein Digital Energy Hub NRW oder ein Verbundprojekt zum Aufbau eines Digitalisierungsnetzwerkes in der Aus- und Weiterbildung der regionalen Industrie genannt.

Die Ausschreibung des Wettbewerbsverfahrens läuft bis einschließlich 3. Juni 2019 (24 Uhr). Während dieser Einreichungsfrist haben potentielle Bewerber Gelegenheit, ihren Projektvorschlag bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier digital unter folgender E-Mail-Adresse einzureichen: unternehmen-revier@rheinisches-revier.de