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09.07.2019

Bauen 4.0: BIM-Kompetenzentrum ins Leben gerufen

Neues Zentrum soll die Digitalisierung im Bauwesen vorantreiben

Damit große Bauprojekte künftig effizienter ablaufen, haben die Bundesministerien für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie des Innern, für Bau und Heimat das BIM-Kompetenzzentrum ins Leben gerufen. BIM steht für Building Information Modeling. Der Lehrstuhl Informatik im Bauwesen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) unter Leitung von Prof. Dr. Markus König hat die stellvertretende Gesamtleitung des Zentrums übernommen. Darüber hinaus sind die Forscherinnen und Forscher für den Aufbau eines BIM-Portals zuständig, das öffentliche Auftraggeber unterstützen soll, und kümmern sich um Aus- und Weiterbildungsfragen.

BIM ermöglicht als digitale Planungsmethode eine zuverlässige Kosten-, Qualitäts- und Terminkontrolle und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit in allen Phasen eines Bauprojekts. Das Kompetenzzentrum soll das Know-how rund um das Thema bündeln und wird die zentrale öffentliche Anlaufstelle für alle Informationen dazu sein. Die Gesamtleitung hat die Firma Planen-Bauen 4.0.

Die RUB-Forscher sind neben der stellvertretenden Gesamtleitung die Verantwortlichen für die Entwicklung des BIM-Portals, für das sie im Vorfeld schon ein Konzept entwickelt haben. Es soll öffentlichen Auftraggebern und Auftragnehmern digitale Dienste anbieten, die dabei helfen, Bauprojekte zu beauftragen und abzuwickeln. Teil davon sind die prüffähigen Auftraggeber-Informationsanforderungen, kurz AIA.

Mit den AIA legt der Auftraggeber fest, welche digitalen Bauwerksmodelle durch die Auftragnehmer erstellt und geliefert werden sollen und mit welchen Informationen sie versehen sein sollen. Das BIM-Portal stellt Werkzeuge zur Verfügung, die helfen, AIA zu erstellen, bereitzustellen und wiederzuwenden. Auch Dienste zur Unterstützung der Modellerstellung und für die spätere Abnahme von Modellen für die Auftragnehmer sind geplant.