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16.05.2019

Blockchain Technologie verspricht mehr Vertrauen in Emscher-Lippe Region

Institut der Westfälischen Hochschule entwickelt Blockchain-Konzepte für smartes Emscher-Lippe

Bitcoin ist für viele Menschen ein Begriff. Doch welche Technologie hinter dieser digitalen Währung steckt, ist kaum bekannt. Blockchain heißt die Datenbank der Zukunft, die neben sicheren Bitcoin-Transaktionen auch mehr Vertrauen in der Emscher-Lippe-Region schaffen soll. Momentan entwickelt das Institut für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule verschiedene Blockchain-Konzepte für ein smartes Emscher-Lippe.

Es wird ein modernes IT-System eingefügt, mit dem eine fälschungssichere Zeugnis-Überprüfung gewährleistet wird. In der Bewerbungsphase werden bisher circa zehn Prozent aller Zeugnisse gefälscht. Professor Norbert Pohlmann, Leiter des Instituts für Internet-Sicherheit (kurz: „if(is)“) an der Westfälischen Hochschule, erklärt, wie dies in Zukunft verhindert werden soll:

„Von jeder Zeugnis-PDF wird eine digitale Signatur in einer öffentlichen Blockchain-Datenbank gespeichert. Die Arbeitgeber in der Region können dann die Zeugnisse mit Hilfe der Signatur in der Blockchain überprüfen.“

Weitere Schritte werden im Bereich digitale Identität (Self-Sovereign-Identität) mit dem Bundeswirtschaftsministerium gemacht. In Expertenworkshops in Berlin wird besprochen, wie eine digitale Blockchain-Identität umgesetzt werden kann. Auch in der Logistik wird sich an möglichen Blockchain-Anwendungen (Supply-Chain-Anwendungen) ausprobiert. Der Wunsch: einen automatischen Prozessablauf von Produktion, Vertrieb bis hin zum Geldtransfer mit dem Kunden schaffen. Das spart viel Zeit und Kosten. Regionale Unternehmen aus der Industrie, die Interesse an einer individuellen Blockchain-Anwendung haben, können sich im Institut für Internet-Sicherheit informieren und die Technologie professionell testen.

Das Projekt „Blockchain“ gehört zu dem Verbundprojekt „connect.emscherlippe“ der Westfälischen Hochschule und will die Emscher-Lippe-Region zu einer „Smart Region“ machen. Bis zum Jahr 2021 wird das Projekt vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie gefördert.