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08.05.2019

Breites Bündnis fordert Informatik als Pflichtfach in NRW

Viele NRW-Schulen sind nicht fit für das digitale Zeitalter

Ein breites Bündnis aus der Digitalwirtschaft spricht sich für die Aufnahme von Informatik als Pflichtfach in Nordrhein-Westfalen aus und fordert die Landesregierung sowie die Landtagsabgeordneten auf, den Anforderungen der zunehmenden digitalen Vernetzung  im Schulcurriculum Rechnung zu tragen. Aktuell ist Informatik lediglich als Wahlfach vorgesehen, obwohl der Wechsel von G8 auf G9 die Chance bietet, die Einführung eines Pflichtfachs ohne Einschnitte in andere Fächer durchzuführen.

Prof. Dr. Hannes Federrath, Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V, erklärt:

 „Wer Bildung in einer zunehmend digital vernetzten Welt konsequent umsetzen will, muss obligatorischen Informatikunterricht einführen. Denn es bedarf sowohl der pädagogischen und didaktischen Konzepte als auch informatisch gut qualifizierter Lehrkräfte. Nordrhein-Westfalen hat jetzt die Chance, die Bildung und seine Schulen für das 21. Jahrhundert fit zu machen und sollte diese Chance nicht leichtfertig vergeben.“

Um diese Chance zu nutzen bedarf es außerdem einer modernen Ausstattung. Hierbei hat das Land NRW noch erhebliches Verbesserungspotenzial. Dies geht aus einer aktuell veröffentlichten Befragung des Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) hervor. An mehr als zwei Drittel der NRW-Schulen gibt es noch keinen flächendeckenden Zugang zu WLAN und schnellem Internet. Dazu fehlt es auch an der Technik, nur jede zehnte Schule an Rhein und Ruhr bietet jedem seiner Lehrer einen Dienst-PC (bundesweit ist dies an jeder fünften Schule der Fall).

Der öffentliche Appell für Informatik als Pflichtfach wird initial mitgetragen von:

Unter https://www.informatiknrw.de/ hat das Bündnis eine Informationsseite zum Pflichtfach Informatik eingerichtet, auf der auch Sie eine Petition an Landesregierung und Landtag mitzeichnen können.