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20.10.2017

Deutsche Delegation diskutiert in Tallinn e-Health-Lösungen

Telemedizin-Projekt THALEA der Uniklinik Aachen auf internationaler Konferenz in Estland vorgestellt

Estland gilt derzeit als eine der führenden Nationen im Bereich Digitalisierung des Gesundheitswesens. Bis Ende 2017 hat Estland die EU-Ratspräsidentschaft inne und veranstaltet in diesem Rahmen Konferenzen zum Thema „e-Health-Innovationen“. Im Zuge dessen wurde vom 16. bis 18. Oktober 2017 eine Delegation des Bundesministeriums für Gesundheit nach Tallinn eingeladen.

Als Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed) begleitete der Vorstandsvorsitzender, Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, die BMG-Delegation. Marx ist darüber hinaus Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen, Sprecher des Telemedizinzentrums Aachen und Mitglied im Forum Telemedizin der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH in Bochum. Am 17. Oktober stellte er in dieser Funktion auf der „Conference of Innovation Procurement“ in einem Vortrag zum Thema „Telemedicine for Intensive Care Units Procurement“ das EU geförderte Telemedizin-Projekt THALEA des Telemedizinzentrums an der Uniklinik RWTH Aachen vor.

Dass Estland großes Interesse an internationalen e-Health-Lösungen hat, belegt ein geplanter Besuch der diesjährigen MEDICA in Düsseldorf: Ain Aaviksoo, stellvertretender Generalsekretär für E-Services und Innovation des estnischen Sozialministeriums, wird sich beim HEALTH IT FORUM am 15. November 2017 zum Thema: „Digitale Medizin – Strategie für Europas Bürger und Patienten“ als Gastredner an der Diskussion beteiligen.

Delegationsreise des Bundesministeriums für Gesundheit

Die Gäste aus Deutschland erhielten die Möglichkeit, sich auf internationaler Ebene über den aktuellen Stand von e-Health-Entwicklungen zu informieren und die Zukunft des digitalen Gesundheitswesens mitzudiskutieren, unter anderem im Rahmen der Konferenz „Health in the Digital Society. Digital Society for Health“. Dabei wurden konkrete Handlungswege zur Förderung von telemedizinischen Projekten diskutiert und Barrieren bei der Realisierung von Innovationen im e-Health-Bereich identifiziert. Zudem bot die Konferenz einen umfassenden Überblick über weltweite Entwicklungen in der e-Health-Branche sowie zu verschiedenen private und öffentliche Finanzierungsoptionen für telemedizinische Projekte.

Vertreter der EU-Staaten gaben in einer weiteren Session ihre Einschätzung über die Möglichkeiten und Herausforderungen einer digitalen Gesundheitsversorgung in Europa ab. Dabei wurden auch Beispiele von bereits implementierten eHealth-Lösungen vorgestellt. Die Konferenz deckte zudem die Trends virtual reality und mhealth ab und gab Startups sowie Unternehmen und Wissenschaftlern die Möglichkeit ihre innovativen Lösungen und Technologien vorzustellen.