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30.01.2018

Digitaler Wandel im Gesundheitssektor schreitet voran – auch in NRW

Überblick über aktuelle Entwicklungen und Meldungen mit Fokus auf Hochschulen und Forschungsprojekte aus NRW

Als allgegenwärtiges Thema spielt die Digitalisierung auch in der Gesundheitsbranche eine zentrale Rolle und trägt zu Veränderungen in diesem Sektor bei. Aufgrund anderer Regulierung vollzieht sich dieser Wandel entsprechend auch anders als in anderen Bereichen. Zuletzt forderten verschiedene Branchenverbände aus Medizintechnik, Biotechnologie, Gesundheits-IT und pharmazeutische Industrie, dass die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft mehr Fahrt aufnehmen soll. Entsprechend addressierten sie gemeinsam die Bundesregierung, dass sie gemeinsam mit den Verbänden ein eHealth-Zielbild sowie die Implementierung einer daraus abgeleiteten eHealth-Strategie entwickeln soll, um Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland schnell und erfolgreich voranzubringen. (Zur Meldung)

Trotz einiger Hemmnisse schreitet die Digitalisierung im Medizinsektor aber bereits voran. Hochschulen und Forschungsprojekte aus NRW leisteten dabei einen Beitrag. So überzeugte sich Andreas Pinkwart, nordrhein-westfälischer Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, vor kurzem bei einem Besuch an der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum, Sitz des Gesundheitscampus NRW, von der Bedeutung die Digitalisierung dort in Forschungsprojekten und in der Lehre einnimmt. (Zur Meldung)

Auch die Universität Witten/Herdecke bemüht sich um eine Integration entsprechender Inhalte in das Studienangebot. Seit dem Wintersemester 2016/2017 wird etwa der Kurs „Digital Medicine - how data will change the way we treat” angeboten, um die Studierenden für das Thema zu sensibilisieren und den reflektierten, interdisziplinären Umgang mit den digitalen Medien zu fördern. Die Themen sind breit aufgestellt - von Big Data über Datensicherheit bis hin zu Startup-Gründung. (Zur Meldung)

Bei der Umsetzung telemedizinischer Anwendungen zog zuletzt das aus Landesmitteln geförderte Projekt 'TELnet@NRW' in einem Beitrag im WDR-Fernsehen eine positive Bilanz. Das Projekt verfolgt das Ziel, in den Modellregionen Aachen und Münster bzw. Münsterland ein telemedizinisches Netzwerk aufzubauen. Noch zwei Jahre lang werden Intensivpatienten von acht Krankenhäusern im Münsterland und neun Krankenhäusern im Raum Aachen von Experten der jeweiligen Unikliniken per Online-Visite begleitet. Seit dem 30. August 2017 befindet sich das Projekt in der Interventionsphase. (Zum WDR-Beitrag)