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03.04.2019

Digitaler Zwilling, 5G, IIoT: Aachener Fraunhofer-Institute starten Praxisstudien mit 15 Partnern

Neue Produktionssysteme und Wertschöpfungsketten im Sinne der Industrie 4.0

Wie aus Maschinendaten ein digitaler Zwilling entsteht, wie Unternehmen den neuen Mobilfunkstandard 5G in ihrer Produktion einsetzen können und welche Software das Industrial Internet of Things antreiben kann – das untersuchen jetzt die drei Aachener Fraunhofer-Institute    für Produktionstechnologie IPT, für Lasertechnik ILT sowie für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME gemeinsam mit den 15 Industriepartnern ihrer neuen Forschungscommunity im International Center for Networked, Adaptive Production, kurz ICNAP.

Die Studie »Merging data sources from different manufacturing technologies into one Digital Twin« befasst sich mit den Datenstrukturen für den Aufbau eines digitalen Zwillings in komplexen Fertigungsumgebungen. Hier geht es nicht nur darum, welche Daten direkt von der Produktionsmaschine aufgenommen werden können und für welche Daten zusätzliche Sensoren erforderlich sind. Aus dem gewonnenen Wissen über den Prozess lassen sich dann Handlungsempfehlungen und Feedbackstrategien für die Produktion ableiten.

In der Studie »Development of a reference architecture for 5G-enabled production« erarbeiten die Partner die Voraussetzungen für den Einsatz der 5G-Mobilfunktechnologie in der Produktion. Die 5G-Technologie ermöglicht erstmals den Einsatz kabelloser Sensorverbindungen in Maschinen und Anlagen und schafft damit die Voraussetzungen für Echtzeit-Datenanalysen und eine adaptive Regelung der Fertigungsprozesse mit kurzen Reaktionszeiten.

Die dritte Studie befasst sich unter dem Thema »Middleware software for industrial Internet of Things« damit, welche IT-Systeme sich für das Datenbankmanagement und für Clouds zur unternehmensinternen und -übergreifenden Vernetzung von Maschinen und Anlagen eignen. Ist die Kommunikation innerhalb der Produktion hergestellt, muss festgelegt sein, wie Daten aus unterschiedlichen Quellen zeitlich synchron und mit unterschiedlichen Aufnahmefrequenzen normiert abgelegt werden.

Für die drei Studien ist neben drei Arbeitstreffen, in denen die Forschungsergebnisse gemeinsam mit den Industriepartnern diskutiert werden, auch ein Hackathon vorgesehen. Begabte Studierende und Absolventen können vom 28. bis 30. Juni 2019 die Gelegenheit wahrnehmen, sich in kleinen Teams in der Digital Church in Aachen an den aktuellen Herausforderungen der Industrie 4.0 zu versuchen und anhand praxisbezogener Programmieraufgaben in einer echten Fertigungsumgebung ihr Können unter Beweis zu stellen.