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17.06.2019

Erste Studie zur Webvideo-Branche in Deutschland: Köln ist Hochburg für Webvideo-Stars

Mehr als 140 Video-Digital-Unternehmen haben allein ihren Standort in Köln

Köln und Berlin sind die mit Abstand attraktivsten Standorte für die schnellwachsende Webvideo-Branche. Mehr als 140 Video-Digital-Unternehmen haben allein ihren Standort in Köln. Das zeigt eine Studie im Auftrag der Landesregierung, die als erste Vollerhebung der deutschen Webvideo-Branche überhaupt nun veröffentlicht wurde. Wichtig für die Standortwahl sind das urbane Umfeld, schnelles Internet und gute Verkehrsanbindungen, die Nähe zur Medien- und Kreativwirtschaft sowie gut ausgebildete Mitarbeiter, so ein Ergebnis der Untersuchung.

Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei und für Medien zuständiger Staatssekretär erklärt:

„Webvideo-Unternehmen sind wichtige Player in der Medienlandschaft mit großem Potential – das unterstreichen auch die Ergebnisse der Studie. Nordrhein-Westfalen ist nicht nur Fernsehstandort Nummer Eins in Deutschland, auch die Webakteure mit den größten Reichweiten schätzen das Arbeiten und Leben am Rhein. Diese schon jetzt guten Rahmenbedingungen im Medien-Digital-Land Nordrhein-Westfalen wollen wir weiter ausbauen.“

Für die Untersuchung ermittelten Forscher der TH Köln, der Hochschule Mainz und der European Web Video Academy im Auftrag der Staatskanzlei erstmals alle Akteure, die 2018 in Deutschland Kanäle mit mehr als 50.000 Abonnenten auf YouTube, Instagram, Facebook oder Twitch.tv betrieben. Insgesamt konnten so 2130 Unternehmen und Selbständige als Akteure der Branche identifiziert werden.

Unter den 140 Webvideo-Unternehmen mit Sitz in Köln sind fünf der zehn reichweitenstärksten Kanäle. Sieben der Top 10 reichweitenstärksten Kanäle kommen aus Nordrhein-Westfalen. Auch Düsseldorf, Aachen und das Ruhrgebiet sind beliebte Standorte bei Akteuren der Webvideo-Branche. Zwar sind rein numerisch mit 246 noch mehr Unternehmen in Berlin angesiedelt, hier ist jedoch nur einer der reichweitenstärksten Top 10 Kanäle zu finden. Es folgen mit Abstand die Standorte Hamburg, München und Frankfurt.

Die Studie macht auch deutlich, wie groß die Potentiale für die Branche und wie dynamisch die Entwicklungen sind: Ein knappes Viertel aller Kanäle mit mehr als 50.000 Abonnenten (22,5 Prozent) wurden zwischen 2015 und 2017 gegründet. Rund ein Viertel verfügt heute mehr als 250.000 Abonnenten, 4,6 Prozent sogar mehr als eine Million Abonnenten. Auch die wirtschaftliche Bedeutung der Unternehmen nimmt zu: 19,9 Prozent der befragten Unternehmen erzielen Umsätze von mehr als 100.000 Euro, 3,4 Prozent sogar mehr als eine Million Euro.

Die vollständige Studie kann unter www.land.nrw heruntergeladen werden.