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02.05.2019

Künstliche Intelligenz in Arbeitsprozesse integrieren

Umsetzungshilfen Arbeit 4.0 geben Empfehlungen zur Einführung und Nutzung von KI

Experten aus Forschung, Wirtschaft und Verbänden haben im Rahmen des dreijährigen BMBF-Forschungsprojekts "Prävention 4.0" Umsetzungshilfen Arbeit 4.0 zur Einführung von künstlicher Intelligenz und von 4.0 Technologien entwickelt. "Wir geben mit diesen Umsetzungshilfen konkrete praxisnahe Gestaltungsempfehlungen zu allen relevanten Themen der Betriebsführung im Mittelstand." erläutert Dr. Rosemarie Kay vom Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn.

Zielgruppe der Gestaltungsempfehlungen sind Experten und interessierte Fachleute aus mittelständischen Betrieben und Interessenvertretungen sowie Berater. "Informiert wird beispielsweise über die Auswirkungen der Integration von KI-Anwendungen auf Entscheidungen und Verantwortung im Betrieb, auf den Umgang mit Daten, die Kompetenzen der Führungskräfte und Beschäftigten, aber auch auf das Thema Ergonomie von KI-Systemen, Betriebssicherheit von smarten Arbeitsmitteln oder Möglichkeiten sowie Grenzen von Tracking und Worklogging", erläutert die stellvertretende Geschäftsführerin des IfM Bonn weiter.

Die 79 Umsetzungshilfen geben zu jedem Thema Hintergrundinformationen, beschreiben die Chancen und Gefahren, die mit der Integration von KI-Anwendungen entstehen und welche Gestaltungsmaßnahmen hilfreich sein können. Sie geben ganz konkrete Hinweise zu Themen wie Strategie, Unternehmensführung, Betriebsklima, Arbeitsorganisation oder Sicherheit und Gesundheit im Umgang mit KI. Ebenso gehen sie auf grundlegende Fragestellungen wie zum Beispiel Fragen der ethischen Grundlagen von KI-Systemen im Betrieb ein.

Hintergrund

Das Verbundprojekt "Prävention 4.0" (Laufzeit: Dezember 2015 bis April 2019) entwickelt Hilfen für kleine und mittlere Unternehmen zur Bewältigung und Nutzung der künstlichen Intelligenz. Es wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und betreut vom PTKA Projektträger Karlsruhe, Karlsruher Institut für Technologie. Zum sozialpartnerschaftlichen Verbundprojekt gehören folgende Akteure:

  • BC GmbH Forschung
  • Forum Soziale Technikgestaltung
  • ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V.
  • Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung – BGF GmbH
  • IfM Bonn – Institut für Mittelstandsforschung
  • itb – Institut für Technik der Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut e.V.
  • sfs – Sozialforschungsstelle/TU Dortmund
  • VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V.

Des Weiteren sind rund 30 Partner aus Verbänden / Institutionen und Betrieben an der Umsetzung beteiligt.

Alle Institute des Verbundprojektes "Prävention 4.0" sind Partner der „Offensive Mittelstand“ (OM), die auch Herausgeber der Umsetzungshilfen Arbeit 4.0 ist. Derzeit arbeiten über 400 Partner in der „Offensive Mittelstand“ mit, unter anderem Bund und Länder, Unternehmerverbände, Fachverbände, Innungen, Handwerkskammern, Gewerkschaften, Berufsgenossenschaften, Krankenkassen, Forschungsinstitute und Dienstleister. Die OM fördert eine erfolgreiche, mitarbeiterorientierte Unternehmensführung durch die Entwicklung von OM-Praxisvereinbarungen und Selbstbewertungschecks zu allen Themen betrieblichen Managements, bietet vielfältige regionale Unterstützungsstrukturen speziell für den Mittelstand und fördert die Zusammenarbeit der Partner. Die Offensive Mittelstand ist das unabhängige Mittelstandsnetzwerk der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Träger der Offensive Mittelstand ist die Stiftung "Mittelstand – Gesellschaft – Verantwortung".