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15.05.2018

Landesregierung baut Bildungsscheck NRW aus

Fördermittel werden versechsfacht – auf bis zu 30 Millionen Euro pro Jahr

Die Landesregierung baut den Bildungsscheck NRW deutlich aus: Die aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung stehenden Fördermittel werden in diesem Jahr von fünf auf acht Millionen Euro erhöht. Mit Blick auf den zunehmenden Digitalisierungsdruck in den Unternehmen stehen bis zum Jahr 2020 bis zu 30 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds bereit, um die berufliche Fort- und Weiterbildung der Menschen in Nordrhein-Westfalen zu stärken. Mit dem Bildungsscheck NRW wird die Eigenverantwortlichkeit der Betriebe und der Beschäftigten für berufliche Weiterbildung unterstrichen.

Zudem wird der Adressatenkreis der Förderung erweitert: Neben Beschäftigten in mittleren und kleineren Unternehmen und Berufsrückkehrenden können künftig auch Selbstständige einen Antrag stellen. Und: Die Landesregierung erleichtert den Zugang zum Förderprogramm, indem nun auch moderne E-Learning-Angebote unterstützt werden können, bei denen sich die Kursgruppe auf einer Lernplattform trifft. Die geänderten Förderbedingungen treten zum 30. April 2018 in Kraft.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann sagte dazu:

"Mit den Bildungsschecks leistet das Land einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Veränderungen am Arbeitsplatz – gerade mit Blick auf die Digitalisierung. Wir machen die Menschen fit für die Arbeitswelt der Zukunft und sorgen dafür, dass Beschäftigung und Fachkräfteversorgung gesichert bleiben. Die Digitalisierung stellt die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Herausforderungen. Vor allem aber bietet sie ihnen auch große Chancen. Wir sollten diese Chancen nutzen. Darum erhöhen wir die Fördermittel für den Bildungsscheck deutlich."

Die Bildungsschecks richten sich an Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen und setzen Anreize zum lebensbegleitenden Lernen. Im Rahmen des Programms erhalten Beschäftigte in mittelständischen Unternehmen, Berufsrückkehrende und künftig auch Selbstständige einen Zuschuss von 50 Prozent auf berufliche Weiterbildungskosten (bis zu einem Maximalbetrag von 500 Euro). Das geförderte Weiterbildungsspektrum reicht von fachlichen Kompetenzen, über IT-Knowhow bis hin zu klassischen Schlüsselqualifikationen wie Kommunikationsfähigkeit, Führung und Konfliktmanagement.