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11.06.2019

Virtual-Reality-Projekt für Geflüchtete startet Roadshow in NRW

VR-Technologie erleichtert Zugang zum hiesigen Kultur- und Sprachraum

Im vergangenen Jahr startete das skip-Institut der Hochschule Fresenius in Köln das VR-Projekt für Geflüchtete. Ziel des Pilotprojektes war es, Geflüchteten mithilfe einer eigens programmierten VR-Anwendung den Zugang zum hiesigen Kultur- und Sprachraum zu erleichtern und langfristig eine bessere Integration zu ermöglichen. Mit neuen Technologien wie Virtual Reality können alltagstypische Situationen so real nachgestellt werden, dass die Geflüchteten in einem geschützten Umfeld ohne Druck ihre Ängste abbauen können.

Im Rahmen des Pilotprojektes wurde zunächst eine Situation in einer Arztpraxis gezeigt. Anschließend wurde eine erste Befragung zur Eignung und Akzeptanz der Anwendung durchgeführt. Das Ergebnis: 96 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass sie durch den Einsatz von VR mehr erfahren und lernen. Die Initiative wurde von der Landesregierung NRWs gefördert und im April 2018 mit der Hochschulperle des Monats des Deutschen Stifterverbands ausgezeichnet.

Nun wurden weitere Situationen in der Apotheke, im Fußballverein und während einer Polizeikontrolle produziert. Auch die neuen Szenarien werden wissenschaftlich getestet: Dafür startet das skip-Team eine Roadshow in NRW. Seit dem 11. Juni präsentieren sie in verschiedenen NRW-Städten die VR-Anwendungen. Im Anschluss werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu ihren Eindrücken befragt. Begleitet wird die Erhebung unter anderem von zwei Studierenden des Studiengangs Angewandte Psychologie, die ihre Bachelorarbeit zu dem Thema verfassen.

Tourplan:
14. Juni Mönchengladbach
17. oder 28. Juni Bonn
18. Juni Essen
19. Juni Gelsenkirchen
21. Juni Witten
24./25. Juni Herne
26. Juni Paderborn
27. Juni Rheda-Wiedenbrück