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Arbeitsfolgen der Digitalisierung in der Handelslogistik jenseits von Substitution und Aufwertung

Forschungsbericht zum Projekt "Digitale Arbeitsbedingungen in der Intralogistik des Handels"

Herausgeber: 
Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung
Veröffentlichungsdatum: 
23.01.2019

Einerseits wird Tätigkeiten in der Logistik in zahlreichen Prognosen ein hohes Substitutionsrisiko im Zuge der Digitalisierung zugeschrieben. Andererseits besteht die Chance, Arbeit im Zuge von Digitalisierung qualifikatorisch aufzuwerten. Tatsächlich kommen in der Lagerlogistik von Handelsbetrieben verschiedenste technische Anwendungen zum Einsatz: Software, Identifikations-, Sensor- und Kommunikationstechnologien, mobile Assistenzsysteme und Roboter.

Auf der Grundlage von quantitativen Erhebungen und Auswertungen, von Experteninterviews und von qualitativen Betriebsfallstudien werden in der Studie die Arbeitsfolgen der Digitalisierung für Einfacharbeitende in der Intralogistik des Handels untersucht und es wird argumentiert, dass sich – zumindest in den vorliegenden Fallstudien – aktuell keine Umbrüche beobachten lassen: weder im Sinne einer zu befürchtenden Substitution noch im Sinne einer zu begrüßenden Aufwertung von Arbeit. Jedoch zeigt sich auch, dass im Warten auf den prognostizierten, tiefgreifenden Wandel die Gefahr besteht, dass Gestaltungsziele im Sinne guter Arbeit gegenwärtig nicht formuliert werden und Gelegenheiten zur Gestaltung des Wandels schließlich verstreichen.